Zukunft gestalten lernen. Projektbörse der Zukunftsakademie für Leipziger Schulen

Zukunft gestal­ten ler­nen- unter die­sem Motto fand am 3.November 2016 in der Stadt­bi­blio­thek Leip­zig eine Pro­jekt­börse zu den The­men Bil­dung für nach­hal­tige Ent­wick­lung (BNE) sowie MINT (Unter­richts­fä­cher Mathe­ma­tik, Infor­ma­tik, Natur­wis­sen­schaf­ten und Tech­nik) statt. Diese wurde von der Zukunfts­aka­de­mie Leip­zig e.V. in Koope­ra­tion mit der Leip­zi­ger Agenda 21 sowie dem Dezer­nat für Umwelt, Ord­nung, Sport der Stadt Leip­zig orga­ni­siert.

Für die Ver­an­stal­tung waren Lehrer/innen von Ober­schu­len, Gym­na­sien und berufs­bil­den­den Schu­len ein­ge­la­den, um sich über die ver­schie­de­nen Akteure sowie deren Pro­jekte und Bil­dungs­an­ge­bote im Bereich nach­hal­ti­ger Bil­dung zu infor­mie­ren. Eröff­net wurde die Ver­an­stal­tung von Veit Polowy vom Zen­trum für Leh­rer­bil­dung und Schul­for­schung der Uni­ver­si­tät Leip­zig, wel­cher mit einem Vor­trag in das Thema ein­führte und mit aktu­el­len Ent­wick­lun­gen wie dem Kli­ma­wan­del, Arten­ster­ben oder auch erneu­er­ba­ren Ener­gie­trä­gern den Bezug zu den glo­ba­len Nach­hal­tig­keits­zie­len der Ver­ein­ten Natio­nen her­stellte.

Bil­dung für nach­hal­tige Ent­wick­lung soll die Fähig­keit zur Aus­ein­an­der­set­zung mit eige­nen Fra­gen för­dern, etwa nach der Zukunfts­fä­hig­keit von Lebens­ent­wür­fen, nach glo­ba­ler Gerech­tig­keit mit dau­er­haf­ter Umwelt­ver­träg­lich­keit und einer wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung, die auch spä­te­ren Gene­ra­tio­nen Hand­lungs­spiel­räume gewähr­leis­tet. 31 außer­schu­li­sche Bil­dungs­an­bie­ter aus dem Bereich BNE und MINT stell­ten vor, wel­chen Zugang sie Schüler/innen zu die­sen Fra­ge­stel­lun­gen ver­mit­teln kön­nen.
bne-projektboerseZen­tra­les Anlie­gen dabei ist die Ver­mitt­lung von Pro­jekt­an­ge­bo­ten, wel­che im Unter­richt ein­ge­setzt wer­den kön­nen, damit die Schü­ler wei­ter­füh­rende Kom­pe­ten­zen im Bereich BNE erlan­gen kön­nen, wie es von der Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz für alle Schul­fä­cher als wich­tige Per­spek­tive defi­niert wurde. Die anwe­sen­den Lehrer/innen nah­men die Anre­gun­gen mit Inter­esse auf und konn­ten direkt wei­tere Koope­ra­tio­nen mit den Anwe­sen­den ver­ein­ba­ren.

Bil­dung ist das Fun­da­ment eines pro­gres­si­ven, moder­nen und nach­hal­ti­gen Umwelt­ver­ständ­nis­ses. Leh­re­rin­nen und Leh­rer sind gefragt, diese Bil­dungs­an­ge­bote in ihre Lehr­tä­tig­keit zu inte­grie­ren und mit geeig­ne­ten metho­di­schen Ansät­zen den Erwerb von Gestal­tungs­kom­pe­tenz zu för­dern.

The­ma­ti­sch zusam­men­ge­fasst unter dem Schirm der BNE ging es für die 31 Anbie­ter auch um die  Ver­knüp­fung eige­ner The­men­fel­der mit ande­ren Inhal­ten, wie tech­ni­schen, geo­gra­fi­schen oder auch bio­lo­gi­schen Schwer­punk­ten. So ent­stand ein weit gefä­cher­tes Infor­ma­ti­ons­an­ge­bot vom Umwelt­in­for­ma­ti­ons­zen­trum Leip­zig, über die Was­ser­mühle Dölitz bis hin zum Eine­Welt e.V., wel­cher sich neben­bei noch um das faire Cate­ring küm­merte.

Diese Koope­ra­tion von Akteu­ren der BNE und MINT-Bil­dung zu stär­ken ist ein viel­sei­ti­ger Pro­zess der über eine Pro­jekt­börse hin­aus gehen sollte. So wurde im abschlie­ßen­den Netz­werkt­ref­fen eine Fort­füh­rung die­ses Pro­zes­ses gewünscht und eine Fol­ge­ver­an­stal­tung zur wei­te­ren Ver­net­zung ver­ein­bart.